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Kaitlyn Long

Kaitlyn Long

„Verrückt.Überwältigend.Aufregend.“

Lockstitch-Bedienerin seit 4 Jahren

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Kaitlyn Long wuchs nur 10 Fahrminuten entfernt von Wilsons American-Football-Fabrik in Ada, Ohio auf. Gleich zu Beginn, hat sie ein kleines Geständnis abzulegen.„Bevor ich anfing, hier zu arbeiten, hatte ich noch nie ein American-Football-Spiel gesehen“, gibt sie scherzend zu.Aber seitdem Kaitlyn vor fast 4 Jahren anfing, in der Fabrik zu arbeiten, hat sich viel für sie verändert.

In der ruhigen, gemeinschaftsorientierten Gegend von Ada kennt jeder irgendwen, der in Wilsons Football-Fabrik arbeitet.Kaitlyn hatte einen Job, der sie wenig begeisterte. Als sie folglich von dieser Stellung erfuhr, ergriff sie natürlich sofort die Gelegenheit.Nachdem sie ihre Kenntnisse gerade einmal ein Jahr lang vertieft hatte und an ihren Fähigkeiten als Lockstitch-Bedienerin gefeilt hatte, durfte sie endlich zum Super Bowl – ein Ausflug, der in der Fabrik heiß begehrt ist.„Verrückt.Überwältigend.Aufregend,“ sagt sie über ihre Gefühle, als sie die Gelegenheit erhielt, dem wichtigsten Spiel überhaupt beizuwohnen.„Als sie es mir zuerst angeboten haben, habe ich geweint.“

Kaitlyn ist ausschließlich darauf spezialisiert, NFL-Footballs zu nähen. Es war also nur logisch, dass sie dafür verantwortlich war, die Bälle zu nähen, die bei dem ultimativen Wettbewerb verwendet werden würden.Auf die Frage nach ihrem Lieblingsmoment während des Spiels zögert sie nicht und antwortet sofort: „Der erste Kickoff.In diesem Augenblick ist alle Aufmerksamkeit auf den Ball gerichtet.“

„Da fühlt man sich wirklich stolz.“

Donna Conley

Donna Conley

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„Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass unsere Bälle
gut genug sind, um auf der Weltbühne verwendet zu werden.“

Fädlerin seit 32 Jahren

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An ihrem ersten Arbeitstag 1986 erlernte Donna Conley die Kunst des Football-Fädelns von derselben Person, die ihr auch die wichtigsten Lektionen des Lebens beigebracht hatte: ihrer Mutter.„Wenn man sich etwas vornimmt, sollte man es auch richtig machen und stolz auf seine Arbeit sein“, sagt sie, während sie die Werte beschreibt, die ihre Mutter ihr von Anfang an anerzogen hat.Bei solch einem starken Grundgerüst ist es kein Wunder, dass Donna eine treue Anhängerin der Handwerkskunst ist und seit über 32 Jahren Footballs bei Wilson fädelt.

Die Fabrik ist solch ein fester Bestandteil von Donnas Leben, dass sie inzwischen viel mehr ist als nur ein Arbeitsplatz.„Dieses Gebäude ist unglaublich geschichtsträchtig“, sagt sie und spielt damit auf die Tatsache an, dass ihre Mutter, Tanten, Geschwister, Cousins und nun auch ihr Neffe Jimmy alle in der Fabrik arbeiten bzw. gearbeitet haben.Sie hat sogar ihren Mann, einen Ball-Dampfer (englisch „Turner“), in der Football-Fabrik kennengelernt, obwohl er sie erst nach einem Jahr am selben Arbeitsplatz um ein Date bat.„(Die Fabrik) hat schon immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt.“

Angesichts all dieser Erfahrungen könnte der fortwährende, immer gleiche Herstellungsprozess von Footballs leicht Routine werden, aber wenn der Super Bowl ansteht, wächst die Aufregung im Gebäude.„Man ist aufgeregter“, sagt sie. „Man kommt früh auf die Arbeit und weiß, dass die Zeit gekommen ist.“Für sie gibt es kaum etwas Größeres als das Gefühl des Stolzes, wenn der Football am Super Bowl Sunday auf dem Platz erscheint. „Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass unsere Bälle gut genug sind, um auf der Weltbühne zu erscheinen“, sagt sie.

„Man weiß, dass jeder, der diesen Ball berührt hat, seine ganze Kraft hineingesteckt hat.Es ist etwas Besonderes, ihn auf dem Platz zu sehen.“

Jimmy Conley

Jimmy Conley

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Die offiziellen Aufzeichnungen zeigen, dass Jimmy Conley seit 10 Jahren als Ball-Dampfer in Wilsons Football-Fabrik arbeitet.Was man so allerdings nicht erfährt, ist die Tatsache, dass Jimmy schon im Alter von 10 Jahren in das Handwerk eingeführt wurde.Jimmys Vater, der 20 Jahre als Ball-Dampfer in der Fabrik arbeitete, bemerkte das Interesse seines Sohnes. Er bat ihn, am Küchentisch Platz zu nehmen und zeigte ihm mit einem Besenstiel, wie man einen Football ausdampft.

„Überraschenderweise war es viel schwieriger als ich dachte“, erinnert sich Jimmy kichernd.Aber die erstaunlich körperliche Arbeit dieses wichtigen Teils des Football-Herstellungsverfahrens schreckte ihn nicht ab. Im Laufe der Zeit begann er selbst in der Fabrik zu arbeiten – und denselben Job zu erledigen, den ihm sein Vater als Junge beigebracht hat.„Ich bin nun quasi schon seit 42 Jahren hier und dies ist ein wichtiger Ort für meine Familie“, sagt er über seine Erfahrungen in der Fabrik, in der auch seine Tante und sein Onkel zurzeit arbeiten.„Ich kenne die meisten der Menschen hier schon fast mein ganzes Leben lang.“

Diese familiäre Bindung und Leidenschaft weckten einst Jimmys Interesse an American Football, wobei er seinen Vater als Quelle der Inspiration nennt.„Er wollte einfach, dass wir American Football genauso lieben wie er.“Nun hat Jimmy die Gelegenheit, seine eigenen Kinder, die er im Jugend-Football unterrichtet, für den Sport zu begeistern.Als Ball-Dampfer in der Fabrik ist er in der einmaligen Position, die Bälle für den Super Bowl herzustellen sowie die Bälle für Jugend-Teams, wie das Team, das er selbst trainiert.„Das Lächeln auf dem Gesicht meiner Kinder, wenn ich ihnen erzähle, dass ich diesen Football gemacht habe, relativiert die Dinge wirklich“, sagt er.

Ob für wichtige Football-Spiele oder für das Training seines Teams: Jimmy strebt bei jedem Ball nach Perfektion.Am Super Bowl Sunday schließt sich der Kreis.„Ich weiß, wie viel Stolz, Mühe und Hingabe wir bei der Herstellung in diese Bälle stecken“, sagt er. „Dies ist eine wichtige Bühne für uns.“

Dieses Jahr ist Jimmy zum ersten Mal beim Super Bowl dabei und mit seinen unverkennbaren Tätowierungen hebt er sich unter den Football-Handwerkern und -Handwerkerinnen vor Ort leicht von der Masse ab. Viele seiner Tätowierungen sind eine Hommage an seine Familie, die ihn derart stark beeinflusst hat.„Sie erinnern mich einfach jeden Tag daran, warum ich morgens aufstehe und tue, was ich tue.“

Pam Boutwell

Pam Boutwell

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„Ich bin einfach dankbar, dass ich jeden Tag
eine Arbeit verrichten darf, die ich liebe und die ich gut kann.“

Fädlerin seit 24 Jahren

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Fährt man an Pam Boutwells Haus vorbei, sieht man ihren klassischen ’35 Dodge in ihrem Hof stehen – umgeben von einem sorgfältig bepflanzten Blumengarten. Dieser zeigt, wie geschickt sie mit ihren Händen arbeiten kann.Pam, die seit 24 Jahren als Fädlerin in Wilsons American-Football-Fabrik arbeitet, findet ihre Arbeit noch immer aufregend, vor allem wenn der Super Bowl ansteht.

„Der Super Bowl gibt mir einen Adrenalinkick“, sagt sie über das Fädeln von Super-Bowl-Bällen in der Fabrik.Die Woche zuvor werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Super-Bowl-Bälle vor dem Schlusspfiff der „Conference Championships“ zu fertigen.Am Sonntagabend und Montagmorgen wird noch schneller gearbeitet, damit jeder Ball rechtzeitig fertiggestellt und überprüft werden kann.

Pam ist eine „Super-Bowl-Veteranin“ und hat bereits 8 Spiele persönlich erlebt. Hierbei hat sie Fans beim „NFL Fan Experience“ in ihrem Handwerk unterwiesen.„Die Leute sprechen mich immer an und fragen: Okay und was sind Sie wirklich von Beruf?“,sagt sie fröhlich. „Sie können nicht glauben, dass wir alles manuell erledigen.“Egal, wie oft sie schon zu dem Spiel eingeladen wurde, ist sie stets dankbar und sagt immer wieder, dass es „ein wahres Privileg“ sei.

Aber sobald das Spiel beginnt und sie den Ball sieht, kann sie sich ihrer Rolle als Football-Handwerkerin nicht erwehren.„Ich hoffe er dreht sich nach rechts, fliegt gut und behält seine Höhe.Wenn eine Nahaufnahme des Balls zu sehen ist, prüfe ich immer die Fäden.“Dieser Perfektionismus beschert ihr gute Laune und sorgt jeden Tag für Aufregung. Und obwohl sie die Ausflüge zum Super Bowl genießt, ist es eine viel banalere Emotion, die ihre Motivation aufrechterhält.

„Ich bin einfach dankbar, dass ich jeden Tag eine Arbeit verrichten darf, die ich liebe und die ich gut kann.“